Ich habe einen verhältnismäßig guten Artikel auf Telepolis gesehen,
Macht Fernsehen klüger?
. Ich glaube, das Thema verdient weitere Untersuchungen. Viele Menschen haben ja die unangenehme Angewohnheit, im Kino den Nachbarn zu fragen, was denn jetzt so eigentlich passiert ist.
- Wie, ich dachte, der ist tot!
- Ja, das dachten wir alle, das war wahrscheinlich der Hintergedanke des Regisseurs/Drehbuchautors.
- Ja, aber warum lebt der denn jetzt wieder?
- Keine Ahnung, ich nehme an, es wird im Film erklärt, den wir gucken könnten, wenn du nicht mir mir reden würdest.
usw.
Interessant wäre, sie wie sich Fernsehseher und nicht-Fernsehseher in ihrem "ich raff das nicht"-Verhalten im Kino (oder eben vor dem Fernseher) unterscheiden. Wahrscheinlich hat
Steven Berlin Johnson (was für ein Name... sicher ein Pseudonym. Steven Johnson ist ja schon verdächtig unauffällig, aber der krasse zweite Vorname verrät ihn) wirklich recht, und man lernt in seiner Kindheit, komplex erzählten Geschichten zu folgen, oder man lernt es nicht (Na lieber Leser, hast du "12 Monkeys" beim ersten mal verstanden?).
Also werde ich mir wieder einen Fernseher kaufen, wenn ich mal Kinder habe. Schliesslich will ich nicht, daß sie mal im-Kino-Frager werden. Aber keinen für's eigene Zimmer, damit ich kontrollieren kann, was sie sehen...
- Papi, darf ich fernsehgucken?
- Klar, was willst du denn sehen?
- Sandmännchen!
- Das kannst du vergessen. Aber heute abend kommt Apocalypse Now. Wenn du noch ein bißchen wach bleibst, kannst du ja den gucken.