Ein frostiger Hauch. Etwas nervös schaue ich mich um -- niemand. Ein Zittern laeuft die Wirbelsäule entlang. Der rechte kleine Finger zuckt nervös. Die Augen sind trocken, alle zwei Sekunden muss ich blinzeln. Und jedesmal habe ich Angst vor der Dunkelheit. Die Topfpflanze bietet keinen Trost, nach jedem Lidschlag streckt ihre trockenen Krallen ein wenig mehr nach meinen Hals aus. Die Musik aus dem Radio klingt wie ein Sedativum, aber nicht beruhigend. Wie unruhiger, ängstlicher Schlaf. Ein Alptraum im Ohr. Die Luft ist klimatisiert, trocken und steril. In meinen Schuhen steht kalter Schweiß. Auf dem Bildschirm stehen nur
Worte. Ohne Aliasing und Moiré. Der Schwindel kommt von weiter her. Die Tentakeln. Das All. Die Leere. Die Unendlichkeit. Die
Möglichkeit. Die Macht.