Heute gab es Pilzrisotto, mit einem leckeren Salat und danach Vanilleeis mit heissen Brombeeren. Eigentlich nichts besonderes, aber die Pilze und Brombeeren sind vorher selbst gesammelt. Pilze sammeln ist erstaunlich lustig, vor allem, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, und statt einem ordentlichen Pilzführer nur einen "Die Tier- und Pflanzenwelt Mitteleuropas"-Buch. Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten, drei Steinpilze, drei Flaschen-Stäublinge sowie einen Maronenröhrling zu finden. Zum Glück gibt es in Zürich eine echt aktive Pilzsammlerszene, inklusive einer städtischen Pilzkontrolle, die uns dann die restlichen, schwer verdaulichen bis hochgiftigen Pilze wegenommen hat.
So wurde das Pilzrisotto ein voller Erfolg. Der Salat auch, obwohl Lattich rückblickend leckerer gewesen wäre. Und mehr Pilze, aber mehr hatten wir nicht...
Für das Risotto die Steinpilze (etwa einen großen pro Person) in 2cm grosse Stücke schneiden, und mit etwas Pfeffer anbraten. Risottoreis machen wie man das eben macht. Wir haben das Risotto mit Rotwein gemacht, aber das kann man machen wir man will. Wichtig ist genügend Parmesan (oder Pecorino), genug Pfeffer, und genug Pilze.
Einen sehr leckeren Salat macht man aus Lattich, ein paar Tomaten, scharf angebratenen Flachenstäublinge (Birnenstäublinge sind auch gut), und einem weichen Ziegenkäse. Ich empfehle mindestens einen Pilz prop Person, eher zwei oder drei. Den Salat mit einer Vinaigrette anmachen, die in Scheiben geschnittenen Pilze beim servieren darübergeben. Der Ziegenkäse sollte extra gereicht werden, so daß man sich jeder selbst nehmen kann. Der wahre Kenner wird sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen.
Der Dessert ist wirklich einfach. Die Brombeeren mit etwas Cognac (kann auch Rum sein) und etwas Zucker kochen (kein Wasser zugeben). Wenn es auch Blaubeeren gab, sind sie willkommen. Dann über das Vanilleeis geben. Wer noch was vorhat mit seinem Essenspartner, kann etwas Liebstöckel, Zimt und Chili in die Brombeersauce schmuggeln (und in Honig verstecken).
Und nie vergessen: Nur selbst gepflückt schmeckt am besten.