Thursday, April 12. 2007Ich habe es befürchtet...
Ohne allzu überheblich erscheinen zu wollen... ich habe es ja gesagt. Dieses Land (oder eher, jenes) ist auf einem schlechten Weg. Die herrschende Klasse tut alles, um das zunichte zu machen, was sie verteidigen soll (vielleicht ist das unfair... vielleicht ist es einfach nur Schäuble). Oder sie ist einfach verblendet. Wahrscheinlich beides.
Ich habe noch 10 Jahre Zeit. Mein "biometrisches" Passbild können sie haben, das ist kein großes Problem. Fingerabdruecke faende ich unangenehm. Naja.
Thursday, October 19. 2006I, for one, welcome our new stingray overlords!
Unglaublich. Wir werden überrannt werden!
Monday, September 25. 2006PilzeHeute gab es Pilzrisotto, mit einem leckeren Salat und danach Vanilleeis mit heissen Brombeeren. Eigentlich nichts besonderes, aber die Pilze und Brombeeren sind vorher selbst gesammelt. Pilze sammeln ist erstaunlich lustig, vor allem, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, und statt einem ordentlichen Pilzführer nur einen "Die Tier- und Pflanzenwelt Mitteleuropas"-Buch. Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten, drei Steinpilze, drei Flaschen-Stäublinge sowie einen Maronenröhrling zu finden. Zum Glück gibt es in Zürich eine echt aktive Pilzsammlerszene, inklusive einer städtischen Pilzkontrolle, die uns dann die restlichen, schwer verdaulichen bis hochgiftigen Pilze wegenommen hat. So wurde das Pilzrisotto ein voller Erfolg. Der Salat auch, obwohl Lattich rückblickend leckerer gewesen wäre. Und mehr Pilze, aber mehr hatten wir nicht... Continue reading "Pilze" Thursday, September 7. 2006Ach, die Jugend...
Es ist schon eine Weile her, aber ich bin vorher nicht dazu gekommen... das ist eine wahre Perle. Das hätte ich sein können. Wahrscheinlich ein Nachahmungstäter. Dabei sind die Regeln so einfach:
Naja... er war zu jung, um von mir zu lernen. Meine Sympathie ist mit ihm, denn selig sind die geistig armen. Mein Curryfleck schmerzt beim Gedanken daran. Ach... Continue reading "Ach, die Jugend..." Sunday, August 13. 2006Die Street Parade und die Gesellschaft
Ich war
Das ist nicht wirklich etwas besonderes, schliesslich waren noch 800.000 anderen Leute da. Nur um das in Relation zu setzen, Zürich hat etwa 350.000 Einwohner. Da kann die Love Parade einpacken. Ich habe mich gut amüsiert, und die 800.000 anderen Leute auch. Es gab krasse 6 Festnahmen, 4 davon wegen Drogendelikten. Friedlich, koennte man sagen. Es war nicht mehr Polizei auf den Straßen sichtbar als sonst, und mit jedem Wagen liefen etwa 4 Security-Leute mit, die darauf aufpassten, daß keine Raver überfahren wurden. Irgendwann auf dem Nachhauseweg ist mir das aufgefallen, und ich mußte an die Fußball-WM denken, mit ihrem "gelungenem Sicherheitskonzept". In die Public-Viewing Bereiche durfte man keine Glasflaschen mitnehmen, in kleineren Städten wie Kaiserslautern durfte man auch keine PET-Flaschen mitnehmen, obwohl man drinnen welche kaufen konnte. Das waren so meine Gedanken, als ich nach Hause lief, und ich kam nicht umhin, ein paar potentielle Schlüsse zu ziehen.
Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus mehreren Faktoren, aber nachdenklich macht es trotzdem. Continue reading "Die Street Parade und die Gesellschaft" Monday, July 17. 2006Auch das noch! Ein Cover!
Es ist von Coldplay, und es heißt "Talk". Es läuft oft im Radio, und jedes mal versucht mein Hirn, durch die Ohren zu entkommen, um sie zu verstopfen (nicht, daß ich oft Radio hören würde... ich habe gar kein Radio). Was es so unerträglich macht, sind die geradezu penetrant fehlenden Harmonien, die gesungene Melodie wird von einem extra widerlichen Synth einfach (und mehrfach) wiederholt. Das ganze ist so aufdringlich, daß ich fürchte, das ist Absicht, um neue Hörerschichten zu erobern. Diejenigen, denen die durchschnittliche Popmusik zu komplex ist. Und jetzt stelle ich auch noch fest, daß das ein Cover ist. Von Kraftwerk - Computerliebe. Das wäre sicher auch nie mein Lieblingslied geworden, aber immerhin kann man es sich anhören, ohne daß einem schlecht wird.
Continue reading "Auch das noch! Ein Cover!" Wednesday, July 5. 2006bei rot über die Straße gehen / vor allem wenn es kleine Kinder sehenManche Menschen gehen nicht bei rot über die Straße. Sie haben eine unglaubliche Abneigung dagegen, eine rote Ampel zu ignorieren, auch wenn es drei Uhr nachts und kein Auto in Sicht ist, und man in alle Richtungen mehrere Kilometer weit alles überblicken kann. Wenn man solche Menschen fragt, warum sie diese seltsame Angewohnheit haben, dann erfährt man meistens, daß sie an die Notwendigkeit abstrakter Ordnungsprinzipien glauben, oder etwas ähnliches. Das hat meist ein wenig etwas von mißverstandener Gesetzestreue, oder es geht in die Richtung "wenn das alle täten", ein Thema, das ich schon hinreichend diskutiert habe. Continue reading "bei rot über die Straße gehen / vor allem wenn es kleine Kinder sehen" Tuesday, May 16. 2006Alle Jahre Wieder...Das alljährliche Spektakel... Nachdem in den letzten Jahren die Deutschen die Show ein wenig aufgeheitert haben (ich habe uns nie verziehen, daß Knorkator rausgeflogen ist), haben den interessantesten Beitrag dieses Jahres sicher die Finnen. Halleluja. Go Lordi. Viele ihrer Songs sind als Videos bei Google. Mindestens interessant. Friday, April 21. 2006iTunesiTunes ist schon schick. Nicht, weil ich es besonders schön finde, und auch nicht weil ich denken würde, die Abspielfunktionalität wäre besonders toll. Wenn man das Programm einfach so startet, kann es erstmal keine OGGs abspielen, es gibt keine Möglichkeit, globale Hotkeys zu definieren, lauter unangenehme Sachen. Aber das wesentliche Feature ist die Musikdatenbank. Seit einer Woche etwa bin dabei (mit Pausen, natürlich), meine Musik da reinzusortieren. Ein Problem sind die Genres. Was ist eigentlich das Genre von "Rage against the Machine"? Vorschläge sind willkommen. Und was ist mit "The Notwist" oder "Sneaker Pimps"? Indie? Ich habe keine Ahnung. Und selbst, wenn man die Genres alle zugenordnet hat, sind sie ziemlich wertlos. Dann habe ich 380 verschiedene Genres, und wenn ich einfach was rockiges hören will, muss ich wissen, was darunter fällt. Alles schlecht. Ausserdem: wer hat schon alle Songs einzeln eingeordnet? Oder wenigstens die Alben? Ich behandle Genres eher wie ein Attribut der Band, nicht der Lieder, was natürlich falsch ist. So wird dann aus "Nothing Else Matters" Metal. Ein andere Problem sind die Soundtracks. Es gibt ein Genre "Soundtrack", das aber auf die wenigsten Soundtracks zutrifft. Auf den von Star Wars zum Beispiel passt es, auch auf "Requiem for a Dream", vielleicht sogar auf Fight Club, oder ist das Industrial? Ach... wenn ich mal Industrial hören will, will ich schliesslich auch Dust Brothers hören. Irgendwie ist das alles unbefriedigend. Perfektionismus ist echt die Hölle. Saturday, April 15. 2006Mein neuer ComputerIch habe einen neuen Computer. Einen Mac. Endlich. Ich habe mir ein neues MacBook Pro gekauft. Es sieht gut aus, fühlt sich gut an, und riecht auch gut, wenn man den Geruch von elektronischen Geräten mag. Es ist auf den ersten Blick alles dran, was man so braucht, und es hat nur einen kleinen Fehler: Das CD-Laufwerk ist kaputt. Also werde ich das schöne Gerät wohl gleich wieder loswerden. Schade auch. Ansonsten ist aber alles gut: Das MacBook wird zwar warm, aber nicht zu heiß (denke ich mal), es macht auch Geräusche, aber wesentlich weniger als mein IBM-Notebook, und auch ansonsten scheint es keine Macken zu haben. Des öfteren wurde ein hohes Sirren beschrieben, was wahrscheinlich mir der Stromversorgung der CPU zu tun hat, und das Problem habe ich auch. Allerdings geht das weg, sobald man beiden CPUs etwa zu tun gibt. Der einfachste und (fast) eleganteste Weg das zu tun, ist der hier. Das funktioniert prächtig, allerdings mit bisher unbekannten Folgen für die Batterielaufzeit. Bisher ist auch die Software ziemlich überzeugend. Von Linux kommend ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, daß man viele Dinge nachinstallieren muß, um ein benutzbares System zu haben, aber ich will mal nicht meckern. iLife ist vorinstalliert, und das ist schon eine Menge Wert, und die installierten Programme decken ja auch einen Großteil der täglichen Aktivitäten ab. Ich persönlich mußte nur noch XCode, Adium, Skype, GPG, Firefox, MPlayer und das Xiph-Framework nachinstallieren, und schon konnte ich (fast) alles machen, was ich so machen will. Mail ist ein wenig eigenwillig. Man kann nicht mehrere Email-Adressen über denselben Account verschicken, und das Speichern der Gesendeten Nachrichten genau zu steuern. Mit ein paar Tricks (Accounts mit bogus-Servern, die immer offline sind) geht aber irgendwie alles, nur nicht wirklich schön. Könnte sein, daß Mail in Zukunft doch noch Thunderbird weichen muß, je nachdem, wie es sich noch so macht. OGG-Support für iTunes ist ein Krampf. Ich habe (leider) eine ganze Menge OGGs, und aufgrund früherer Erfahrungen mit dem Mac meiner Eltern dachte ich, das sei alles kein Problem. Es gibt auch für Intel-Macs OGG-Support für Quicktime (und damit für iTunes), und der liest "sogar" die Tags. Leider schreibt er keine. Und da niemand auf der ganzen Welt eine orgendlich und einheitlich getagte Musiksammlung hat, ist das ein ziemliches Problem. Die ganzen Fehler und Inkonsistenzen in den Tags fallen einem natürlich erst auf, wenn man eine große Datenbank mit allen Titeln macht (iTunes), und dann ist es zu spät, denn iTunes schreibt keine OGG-Tags. Wahrscheinlich werde ich mir was anderes suchen, um die Tags neu zu setzen, aber toll ist das nicht. Ich sehe ja schon ein, daß sie bei Apple keine Zeit für unnötige Features verlieren wollen, aber OGG-Support wäre echt nett gewesen. Daß Quicktime keine MPEG2-Videos spielt, ist mir ein Rätsel. Klar, man kann für 30$ oder so nachrüsten, und vielleicht muß Apple ja horrende Gebühren für den MPEG2-Decoder abdrücken, aber das ist echt lächerlich. Daher auch MPlayer. Schade eigentlich, denn das bedeutet wohl, daß ich MPEG2-Videos nicht in Frontrow gucken kann. iPhoto ist ein verdammt cooles Programm, und ein nicht unwesentlicher Grund, warum ich zum Mac (oder zu MacOS) gewechselt bin. Leider fängt es bei ca. 10000 Photos allmählich an, ein wenig zu stottern, zumindest bei meinen etwas knappen 512 MB RAM. An und zu bietet es einem an, den Cache neu aufzubauen, und das tue ich auch gerne, aber manuell auslösen kann man das anscheinend nicht, und wann einem das angeboten wird, ist eher zufällig. Das bei weitem coolste Feature ist aber FrontRow und die mitgelieferte Fernbedienung. Die beiden Sachen machen Stereoanlagen und DVD-Player endgültig überflüssig. Leider ist Frontrow nicht gerade unendlich stabil, und wenn iPhoto während der Diashow findet, er müsse den Cache umorganisieren, dann stürzt Frontrow ab. Auch wenn iTunes ein OGG findet und erstmal darüber nachdenken muß, kommt Frontrow schon ins Schwitzen. Sonst aber echt cool. Da kann Windows MediaCenter blabla einpacken. Monday, March 6. 2006Quantum Madness!
Als alter Quantencomputerafficionado (was ein selten schönes Wort) bin ich entzückt von dieser Erkenntnis:
A quantum computer program has produced an answer without actually running. Die Details relativieren die Schlußfolgerung wahrscheinlich, und wahrscheinlich so sehr, daß das ganze bei Licht betrachtet recht uninteressant wäre. Trotzdem finde ich, sind wir auf dem richtigen Weg: "A non-running computer produces fewer errors." [Onur Hosten] Da kann man nur schwer widersprechen. Wednesday, March 1. 2006Vorsicht, Einschleicher.Ich bin ein Opfer. Opfer eines Verbrechens. Objekt eines Tatbestandes. Es ist zwar schon länger her, aber ich dachte, die Aktualität von Ereignissen läßt langsamer nach, je katastrophaler sie sind. Ich wurde bestohlen. Das alleine ist nicht weiter verwunderlich, das passiert. Ich allerdings wurde in meiner Wohnung bestohlen. Das heißt dann normalerweise Einbruch und ist zwar psychisch belastender aber nicht wirklich schrecklich. Bei mir hingegen liegt der Fall anders. Ich wurde in meiner Wohnung bestohlen, während ich in der Wohnung war. Man hört ja oft, daß bei Leuten eingebrochen wurde, als sie friedlich schliefen. Aber bei mir wurde nicht eingebrochen, und geschlafen habe ich auch nicht. Ich war anwesend und wach. Nur leider saß ich auf dem Klo. Und der "Einbrecher" ist auch nicht eingebrochen, sondern er ist einfach durch die unverschlossene Tür gekommen. Schließlich war ich ja zuhause, warum sollte ich also abschließen. Die diensthabende Polizistin klärte mich dann auf, daß es sich um einen Einschleicher handelte. Einschleichen als solches ist nicht strafbar, aber es ist quasi unmöglich nicht gleichzeitig Hausfriedensbruch zu begehen. Trotzdem heißt der Einschleicher eben Einschleicher und nicht Hausfriedensbrecher, was ich aus sprachästhetischen Gründen verstehen kann. Ich meldete dann also einen Einschleicherdiebstahl. Glücklicherweise hielt sich der Schaden aufgrund meiner Anwesenheit in Grenzen. Weiter als in die Empfangshalle ist er nicht gekommen. Da ich gerade im Gehen begriffen war, war ich im angrenzenden Zimmer (auf dem Klo), und nicht im Salon im Westflügel oder gar in der Bibliothek. Nicht auszudenken, wenn der Einschleicher mehr Zeit gehabt hätte... ich besitze ja nicht viele Wertsachen, aber einige Dinge, die aussehen wie Wertsachen und eigentlich nur emotionalen Wert haben (z.B. meine Festplatte). Hütet euch vor Einschleichern. Schließt eure Wohnungstüren ab, auch wenn ihr zuhause seid. Man ist echt wehrlos, wenn man auf dem Klo sitzt. Wednesday, November 9. 2005Angewandte Evolution: Zuchterfolg!Unvorsichtigerweise habe ich mein Versuchslabor ein langes Wochende alleine gelassen. Zwei Dinge bemerkte ich nach meiner Rückkehr:
Punkt 1. ist nicht weiter tragisch, vielleicht kann ich Christian um einen neuen Trieb anbetteln, oder ich kaufe mir irgendwo einen. Und Currypaste machen ist sowieso eine mühselige Angelegenheit, für die ich kaum noch Zeit finde. Punkt 2. machte mir schon deutlich mehr Sorgen. Noch allerdings hatte ich die ganze Tragweite nicht erkannt. Ich rückte zuerst der Quelle des Übels, dem Mülleimer, zu leibe. Soweit kein Problem, die "Not in my Kitchen, Scum!"-Strategie funktioniert schließlich auch in meiner Küche. Danach ging es den frei fliegenden Fliegen an den Kragen. Zur Bekämpfung von kleinen Insekten bevorzuge ich folgende Waffen:
Der uralte Jagdinstinkt erwachte, und die Tatsache, daß ich meine Beute nicht essen konnte (oder wollte), wurde mehr als wettgemacht von der wundervoll unfairen Machtverteilung zwischen der Fruchtfliege und mir. Fröhlich ging ich ans Werk, aber nach einigen Minuten wurde mir klar, daß dich die Machtbalance verschoben hatte. Früher waren die Fliegen einfacher wegzusaugen. Meine Vermutung ist, daß sich durch wiederholte Anwendung des Staubsaugers in meiner Küche die Fruchtfliegen dort eine teilweise Immunität gegen Aufsaugen entwickelt haben. Sie können schnelle Luftströmungen besser ausgleichen, haben eine erhöhte Sensibilität gegenüber Schlauchöffnungen und seit eine von ihnen sogar auf der Düse gelandet ist (also an der fast einzigen Stelle in der Küche, an der ich sie nicht aufsaugen kann) bin ich überzeugt davon, daß sie auch zu Analyse und Planung in der Lage sind. Natürlich könnte es sein, daß ich es mit besonders alten und mächtigen Fruchtfliegen zu tun habe, die sich schon seit Jahren in irgendwelchen Ritzen versteckt halten und auf den richtigen Moment zum Angriff warten, aber ich glaube eher an eine Mutation. Das klingt auch gefährlicher. Ich habe jetzt einfach das Fenster aufgemacht, normalerweise fliegen sie dann tagsüber nach draußen, und wenn nicht, erfrieren sie eben nachts, oder verhungern in meiner absolut sterilen Küche. Wenn ihr also demnächst einen Fruchtfliege seht, die hämisch grinst, wißt ihr, womit ihr es zu zun habt. Viel Glück. Der Absatz von Aerosolbomben wird zunehmen. Update: Ich bin der Plage mit einer Mischung aus Weißwein und Apfelessig Herr geworden. Damit hatten sie nicht gerechnet. Saturday, October 22. 2005mp3-Player sind sind alle gut
Ich bin Besitzer eines HD300 von MPIO. Das ist ein mp3/ogg-Player, und das ist eigentlich ziemlich cool. Er hat 20G, ist nicht größer als ein vergleichbarer iPod, und er sieht auch ganz ok aus. Ich war ziemlich glücklich, als ich ihn bekommen habe, im Juni. Ich habe ihn benutzt, und es schien, als sei es eine gute Investition gewesen. Der Touch-Sensor für die Menu- und Enter-Tasten ist nicht der beste, aber was soll man sagen, es ist schließlich kein Apple.
Ich habe mir ein kleines Python-Script geschrieben, daß mir aus Verzeichnissen Playlists generiert. Das kann auch das mitgelieferte Windows-Programm, aber eben nur in Windows. Und mein Python-Script war definitiv besser was das Handling von obskuren Tags angeht und die Art und Weise, wie Compilations behandelt werden. Außerdem habe ich so ein wenig Python gelernt. Die Playlists sind einfach m3u-Files, und ich war glücklich. Dann kann ein Tag Ende Juni, an dem ich den Player nicht mehr starten konnte, bzw. er abstürzte, bevor der Bootvorgang abgeschlossen war. Ich ließ ihn eine Weile liegen, lud ihn und entlud ihn, weil ich die Batterie im Verdacht hatte, und Tatsächlich, eine Tages funktionierte das Gerät unerwartet wieder. Ebenso unerwartet allerdings hörte es wieder auf damit. Und so rief ich den Händler an, der sehr freundlich war und sagte, daß sei alles kein Problem und ich solle den Player einfach einschicken, und es mache auch nichts, daß ich keine Originalverpackung mehr habe. Ich war frohen Mutes und schickte den Player ein. Als ich Mitte Juli nichts von ihnen gehört hatte (ich hatte um Bestätigung des Empfangs gebeten) wurde ich nervös und rief nochmals an. Jemand guckte im Lager nach, und mein Player war angekommen. Alles in Ordnung. Ich war beruhigt und ging nach USA. Als ich wiederkam, und der Player noch nicht angekommen war, fing ich an, mir erneut Sorgen zu machen und versuchte, beim freundlichen Händler angerufen. Leider war kein Durchkommen, nie war jemand da, über mehrere Wochen. An meiner Nummer lag es sicher auch nicht, ich versuchte es von mehreren Stellen. Ich resignierte und gab die Hoffnung auf, meinen mp3-Player nochmal wiederzusehen. Statt dessen liebäugelte ich mit einem Powerbook und einem iPod. Vor nicht allzu langer Zeit kam der Player endlich an. Beiliegend war ein Zettel, das Gerät sein ausgetauscht worden. Das mag stimmen (ich habe die Seriennummer nicht notiert), aber das, was ich jetzt habe, ich garantiert kein Neugerät. Das Gehäuse (immerhin Aluminium) ist zerkratzt, mit Spuren eines Einbruchsversuchs mittels Schraubenzieher. Das wuerde mich nicht besonders stören, wenn das Gerät funktionieren würde. Der Menu-Button funktioniert nur sporadisch, und auch Enter ist eher Glückssache. Es ist mehr oder weniger unbrauchbar. Immerhin hat es eine neue Firmware. Ich kann es noch als großen Memory-Stick benutzen. Ich habe aufgegeben. Ich werde sich nicht nochmal Geld für´s Einschicken verschwenden, und mir bleiben nur Phantasien, die diesen ganz ähnlich sind. Also ein gut gemeinter Rat für alle meine Leser: Kauf nicht beim mpio-Händler. Gegen asphaltierte GehwegeHier in Zürich sind viele Gehwege asphaltiert. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich in meiner Jugend je asphaltierte Gehwege gesehen habe. Auch auf meinen Reisen sind mir nie welche aufgefallen. Das bedeutet zwar nicht, daß es nirgendwo welche gab, ist aber schon ein Indiz eben dafür. Hier in Zürich gibt es sie. Zum ersten mal sind sie mir so richtig bewußt geworden, als sie eine Strasse (unnötigerweise, nebenbei) neu asphaltiert haben, und dabei auch die Gehwege neu gemacht haben. Seitdem kann ich da nicht mehr langgehen, ohne mich an der unnatürlichen Schwärze des Asphalts zu stören, wo eigentlich Platten oder Pflastersteine oder Teppich hingehören. Warum machen die das? Fuer einen Laien wie mich gibt es keinen Vorteil von Asphalt. Man kann ihn nicht lokal reparieren, ohne daß es häßlich aussieht. Soweit ich weiß, gibt es hierzulande sogar ein Gesetz, daß Strassen regelmäßig neu asphaltiert werden müssen (um Arbeitsplätze in der Bauindustrie zu bewahren?), ob das auch für Gehwege gilt? Wenn man Asphalt wieder ausreißt ist der Staub krebserregend. Im Sommer wird es heisser als nötig, und der Teer klebt einem an den Schuhen. Asphalt ist häßlich, Asphalt ist ein Symbol für einen mißlungenen Lebensentwurf für die Menschheit, die die Natur nicht als Partner versteht. Asphalt ist nicht wie Beton: Egal, was man draus macht, es kommt doch eine Straße raus. Kurz, Asphalt ist nichts für Gehwege. Gehwege sind für Menschen gemacht, nicht für Fahrräder, nicht für Inlines, nicht für Segways, nicht für Autos. Gehwege sollte man eigentlich mit Waldbodenimitat belegen, aber ich sehe ein, daß man sich aus praktischen Gründen auf einen Betonplatten oder Plastersteine geeinigt hat. Asphalt sendet das falsche Signal. Es ist ein weiterer Schritt Richtung Entmenschlichung. Asphalt ist anti-hip. Asphalt vernichtet Arbeitsplätze.
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